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Warum die tägliche Pflege eine medizinische Notwendigkeit ist
Für Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen – wie Diabetes mellitus, Neuropathie (Nervenschädigungen) oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) – sind die Füße ein besonders sensibles und schützenswertes Areal. Bei diesen sogenannten „Risikofüßen“ ist die tägliche, sorgfältige Pflege keine kosmetische Maßnahme, sondern eine unerlässliche medizinische Prävention.
Durch ein herabgesetztes Schmerz- und Druckempfinden werden kleine Verletzungen oft nicht bemerkt. Gleichzeitig kann eine gestörte Durchblutung die Wundheilung erheblich verzögern. Das Ziel der täglichen Pflege ist es daher, Verletzungen aktiv zu vermeiden, die Hautbarriere zu stärken und krankhafte Veränderungen frühzeitig zu erkennen, um schwerwiegende Komplikationen zu verhindern.
Integrieren Sie diese drei Schritte als festen Bestandteil in Ihre tägliche Hygiene, um Ihre Füße bestmöglich zu schützen.
Da die Nerven möglicherweise keine Warnsignale wie Schmerz senden, müssen Ihre Augen diese Aufgabe übernehmen. Kontrollieren Sie Ihre Füße jeden Tag bei gutem Licht.
Worauf achten? Achten Sie auf Rötungen, Druckstellen, Blasen, kleine Schnitte, Hautrisse (Rhagaden) oder eingewachsene Nägel.
Hilfsmittel: Nutzen Sie einen Handspiegel, um die Fußsohlen und Fersen zu inspizieren. Falls dies motorisch schwierig ist, bitten Sie einen Angehörigen um Hilfe.
Wann handeln? Bei jeder noch so kleinen Veränderung oder Verletzung sollten Sie umgehend Ihren Podologen oder Arzt kontaktieren.
Die Haut des Risikofußes ist besonders empfindlich. Aggressive Reinigung oder zu langes Baden kann die Schutzbarriere schädigen.
Temperatur prüfen: Die Wassertemperatur sollte lauwarm sein (ca. 35 °C). Prüfen Sie diese immer mit einem Badethermometer, niemals mit dem Fuß selbst!
Dauer: Baden Sie die Füße nicht länger als 3-5 Minuten, um ein Aufweichen der Haut (Mazeration) zu vermeiden.
Zusätze: Verwenden Sie pH-neutrale, rückfettende Waschlotionen.
Sorgfältig trocknen: Tupfen Sie die Füße mit einem weichen Handtuch trocken, anstatt zu reiben. Besonders wichtig: Trocknen Sie die Zehenzwischenräume äußerst gründlich, am besten mit einem weichen Tuch oder Wattepad.
Eine intakte und elastische Haut ist der beste Schutz vor Rissen und Verletzungen.
Creme-Auswahl: Verwenden Sie spezielle Fußcremes für Diabetiker, oft mit einem Anteil an Urea (Harnstoff), um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Richtig eincremen: Tragen Sie die Creme dünn auf den gesamten Fuß auf, aber sparen Sie die Zehenzwischenräume konsequent aus, um dort kein feuchtes Milieu zu schaffen, das Pilzinfektionen begünstigt.
Nagelpflege:
Erlaubt: Vorsichtiges Feilen der Nägel mit einer Sandblatt- oder Glasfeile, um die Nägel gerade zu halten und scharfe Kanten zu glätten.
Tabu: Niemals Scheren, Nagelknipser, spitze Feilen oder andere scharfe Gegenstände verwenden. Das Verletzungsrisiko ist zu hoch. Das fachgerechte Schneiden der Nägel gehört ausschließlich in die Hände eines Podologen.
Hornhautpflege:
Erlaubt (mit Vorsicht): Bei sehr geringer Hornhautbildung kann nach dem Waschen ein Bimsstein sanft in eine Richtung eingesetzt werden.
Absolutes Tabu: Niemals Hornhauthobel, Klingen, Raspeln oder ätzende Tinkturen und Pflaster benutzen. Diese Werkzeuge können zu schweren, tiefen Verletzungen führen. Die professionelle Hornhautabtragung ist eine der wichtigsten Aufgaben des Podologen.
Strümpfe: Tragen Sie nahtlose Strümpfe aus Naturfasern (Baumwolle, Wolle) mit einem weiten, nicht einschneidenden Bund. Wechseln Sie diese täglich. Helle Farben helfen, eventuelle Wundsekrete oder Blut sofort zu erkennen.
Schuhe: Tasten Sie Ihre Schuhe vor jedem Anziehen von innen ab, um Fremdkörper (kleine Steinchen etc.) zu entfernen. Achten Sie auf eine weite Zehenbox und weiches Material ohne drückende Innennähte.
Barfußlaufen vermeiden: Laufen Sie auch zu Hause niemals barfuß, um sich vor unbemerkten Verletzungen zu schützen.
Im Zweifel gilt immer: Bei jeder Unsicherheit, jeder neuen Veränderung oder Verletzung ist der Gang zum Podologen oder Arzt nicht nur eine Empfehlung, sondern eine Notwendigkeit.
Praxis für Podologie
Daniel Grau
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